Samstag, 29. März 2008

Jetzt ist sie wieder weg

Jetzt ist Mama wieder weg. Und ich finde es schrecklich. Gestern Vormittag hat sie ihren Koffer gepackt und fing fast an zu weinen weil er so dick und schwer geworden ist und sie Angst hatte, dass Qantas sie nicht mitfliegen lässt. Ich hätte das prima gefunden, Mama eigentlich auch, aber sie muss ja leider am Montag wieder Geld verdienen gehen. Wir sind mittags gemütlich zum Flughafen gefahren und haben sie am Schalter eingechekt: Der Koffer hatte nur 2kg zugenommen- kein Problem also. Was viel unangenehmer war, war die Tatsache, dass die Maschine total ausgebucht war (sogar mit 11 Leuten überbucht!!) und Mama, die gerne einen Platz am Gang gehabt hätte, auf der Strecke von hier bis Singapur in der Mitte und von Singapur bis Frankfurt am Fenster sitzen musste. Sie hat mir heute Nacht aber eine SMS geschrieben als sie in Singapur ankam und meinte, sie haette zwischen netten Leuten gesessen und der erste Teil des Fluges wäre schnell umgewesen.
Wir haben zusammen noch was gegessen (Mama, nur nochmal zur Erinnerung: Pad Thai), einen Kaffee getrunken und dann musste sie schon durch die Passkontrolle. Wie traurig. Es war so toll, dass sie da war. Ich vermisse sie ganz schön.
Donnerstag haben wir übrigens noch einen Zoo- und Shopping Marathon hingelegt. Zum krönenden Abschluss, quasi.
Morgens sind wir (natürlich bei strahlendem Sonnenschein- so wie die ganze Zeit während Mamas Urlaub) zum Taronga Zoo gefahren. Dort sind wir 5 Stunden rumgeschlendert, haben Tiere geguckt (die roten Pandas haben gespielt und waren soooo süss!), die Vogel-Show und die neue Elefanten-Show bewundert und haben mal wieder einen Kaffee getrunken, denn Mama wollte überall einen Kaffee trinken, denn sie sagt, sie hätte nirgends so leckere Kaffee (Lattes) getrunken wie hier in Oz. Nach dem Zoo sind wir dann noch ins Einkaufszentrum gefahren (denn dort ist Donnerstags late-nite shopping bis 21 Uhr- sonst macht hier alles um 17 Uhr zu) und haben ein paar Mitbringsel gekauft, haben ein Eis gegessen und sind gebummelt. Als wir Abends heim kamen hatte Sompi schon Essen beim Inder geholt und dann kam auch noch Janice vorbei um sich von Mama zu veraschieden...und dann tot ins Bett.

Dienstag, 25. März 2008

Ostermontag am Strand

Gestern, Ostermontag, war wunderbarer Sonnenschein und so haben wir uns entschieden den Tag am Strand zu verbringen.
Um 11 Uhr haben Mama, Sompi und ich Janni und Sascha abgeholt, haben uns am Strand häuslich eingerichtet (klasse, wenn jemand dabei ist den nicht surft, denn dann kann man eine Tasche voller Krempel mitnehmen und muss keine Angst haben, dass er geklaut wird) und dann sind wir 4 mit unseren Bettern ins Wasser und Mama hat Harry Potter-hörend die Sonne genossen.

3 deutsche Bekannte von Janice und Sascha: Fabian, Jacob und Anton (Anton hat sich sogar schon ein Longboard gekauft) und Flo und Melli sind später auch noch zu uns gestossen.
Wir waren fast 6 Stunden am Strand- so lange wie noch nie- und jetzt habe ich auch gelernt was die sogenannten "Idiot-Marks" sind: das sind die Stellen an den Rändern der Bikinihose oder des Oberteils, wo man dooferweise vergessen hat einzucremen und die dann Sonnenbrand kriegen. Wahrlich idiotisch.

Ostersonntag

Ostersonntag wollten Mama und ich eigentlich in den Taronga Zoo- das haben sich aber alle anderen Leute auch ausgedacht und der Zooparkplatz und sämtliche Strassen waren vollgeparkt. Planänderung: Sydney: Chinesischer Garten.
Gut, dass der Zoo dicht war, denn mitten in Sydney ist ein wunderschön angelegter Chinesischer Garten und dort war es so schön!! Wir haben 6$ Eintritt bezahlt (das war auch der Grund warum ich vorher noch nie da drin war) und das war es auf jeden Fall wert: der Garten ist hügelig angelegt mit Pagoden, einem Wasserfall, einem See mit Kois, tollen Pflanzen und einem Cafe wo man chinesische Dinge, aber auch Kaffe und Kuchen bekam. Mama schwärmte lange von dem Karottenkuchen, den wir dort probiert haben. Ich könnte locker einen halben Tag dort verbringen und rumsitzen, lesen und mich wohlfühlen. Sehr schön.
Was ganz geil dort ist, ist ein kleines Häuschen, das einen für 10$ mit traditionellen chinesischen Klamotten und Accesoirs einkleidet, mit denen man dann im Part lustwandeln kann und seinen eigenen Fotos machen kann. Janice, Melli und ich haben das schon fest für eins der nächsten Kaffeekränzchen eingeplant. Das wird ein Spass!
Abends haben wir zusammen mit Janice, Sascha, Melli und Flo ein Oster-BBQ veranstaltet und haben satt und zufrieden auf dem Balkon gesessen, gequatscht und ein paar Biers getrunken.

Karfreitag im Darling Harbor

Unser Osterwochenende war herrlich. Das Wetter war Freitag und Samstag so lala aber seit Sonntag ist es klasse: sehr sonnig und schön angenehm warm und Mama und ich haben so einiges unternommen. Karfreitag waren wir beide in Sydney und sind am Darling Harbor rumgebummelt. Dort wollten wir eigendlich im Lindt-Cafe eine heisse Schokolade trinken aber es hatte zu. So ein Quatsch, wenn man bedenkt wieviele Touristen dort unterwegs waren. Wir waren anschliessend im Wildlife World einheimische Tiere gucken: grosse Spinnen, giftige Schlangen, nachtaktive Tiere, pennende Koalas (einer hat sogar mal gegähnt- wie aufregend!!) und niedliche Wallabies. Im Hafen haben wir (zusammen mit 50 Möven) Fish und Chips gegessen und den Tag genossen. Es ist richtig schön, dass Mama da ist!

Besuch in Classic Throttle Shop

Samstag Morgen hat Janice mich um 8 Uhr eigesammelt und wir sind schwimmen gefahren. Sehr ungemütlich: im Freibad bei Regen; aber wir wollten eben Bahnen schwimmen. Mir tat es sehr gut (obwohl ich schwimmen jetzt nicht so prickelnd finde) und Janice muss ja trainieren, denn in 3 Wochen ist schon der Triathlon, für den sie sich angemeldet hat. Wow! Ich finde das toll und bin ganz stolz auf sie. Sie wird eine Supersprint-Distanz laufen: 500 Meter Schwimmen, 8km Radfahren und 4km Laufen. Melli, Somphot, Sascha und ich werden natürlich zum Anfeueren kommen. Nachdem ich 500 Meter und Janice (in der gleichen Zeit) 1000 Meter geschwommen ist, sind wir sehr zufrieden wieder heim gefahren, haben Mama eingesammelt und sind nach North Sydney gefahren um ein bisschen zu bummeln und dann Sascha und Somphot bei der Arbeit zu besuchen und Mama den Classic Throttle Shop zu zeigen. Sie fands dort klasse und hat sich sofort 2 nette Autos ausgesucht. Schnäppchen, sag' ich nur!


Anschliessend haben wir Mama in North Sydney noch einen herrlichen Blick auf die Brücke und das Opernhaus gegönnt.

Samstag, 22. März 2008

Frohe Ostern!

Wir 4 hier senden Euch allen übrigens ganz viele osterhasige Grüße! Habt ein frohes Ostern! Habe gehört, in der Eifel schneit es. Iiiiih! Wir haben momentan 25 Grad. Kann man prima mit leben. Mama meinte schon, sie kauft hier ein kleines Haus und bleibt hier.

Donnerstag, 20. März 2008

Mädels-Urlaub auf Fiji

Mama ist da! Geil! Mann, habe ich mich gefreut sie zu sehen. Sie hatte einen halben Tag Zeit um sich von dem Flug zu erholen (und noch ein bisschen shoppen zu gehen), denn am 13. März (ihrem Geburtstag) ging es weiter nach Fiji. Janice Mama und ich sind um viertel vor 6 Uhr morgens vom Airport Shuttle abgeholt worden und um 9.15 Uhr in Richtung Nadi abgeflogen. Nach Nadi (auf der Fijianischen Hauptinsel) braucht man knapp 4 Stunden (in der Zeit kan ich nicht mal an die Australische Westküste fliegen) und als wir ankamen wurden wir mit dem Taxi zum Hafen der nördlich gelegenen Stadt Lautoka gebracht um dort ins Boot zu unserer Insel zu steigen. Nach 20 Minuten Bootsfahrt kamen wir auf der Bekana Insel an. Es war schon 17 Uhr und bewölkt aber es sah so schon fantastisch aus, es war warm und wir waren sofort entspannt.



Wir haben sehr schnell herausgefunden, dass wir die Insel nur mit einer Handvoll anderer Gäste teilten, von denen man nur zum Frühstück und Abendessen was sah und die in Bungalows an der anderen Seite der Insel untergebracht waren. Unser Bungalow war gemütlich und geräumig und stand direkt am Strand, davor ein toller Baum mit Hängematte und ein paar Liegen.


Abends beim Essen spielte immer die Hausband (zwischen 7 und 3 Leuten) Gitarre und sang englische und fijianische Lieder; und da Mama bei unserer Ankunft Geburtstag hatte, bekam sie sogar eine Ueberraschungstorte und ein Ständchen. Wunderbar. Sie hat sich sehr gefreut und war total gerührt. Wir haben noch eine Flasche Sekt auf unserer Terrasse getrunken (zusammen mit den Moskitos, die uns den ganzen Urlaub über geplagt haben, die Säcke! mann, haben wir viel Mozzie-Repellant verbraucht) und sind dann in unsere Betten gefallen. Am nächsten Tag (und an allen folgenden Tagen) war strahlender Sonnenschein und wir haben angefangen total zu entspannen: essen, schlafen, lesen, schlafen, zwischendrin im Meer oder Pool schwimmen und viel, viel lachen. Mama meinte, man hätte immer gewusst wo Janince und ich waren, denn dort war Gekichere.


Die Angestellten fanden uns sehr amüsant und wir haben uns oft mit ihnen unterhalten. Die Menschen waren so freundlich und sehr interessant: einer war von einen Jäger-Stamm und hat uns erklärt wie man Fischt und grosse Aale in Sumpf fängt. Cool! Wir haben ein paar Mal mit den Männern dort das traditionelle Getränk Kava getrunken: die gemahlene Wurzel des Kava-Strauchs, die in Wasser ausgepresst wird und einem die Zunge und den Rachen betäubt. Sieht aus wie Wasser aus einer Pfütze, schmeckt aber ganz O.K. Bula heisst Prost. Vor dem Trinken klatscht man 2 mal in die Hände und ruft Bula! Alle anderen rufen das zurück, dann ext man das Kava, das in einer halben Kokosnussschale gereicht wird und klatsch noch 3 mal. Sehr lustig! Ein paar Mal haben wir haben Saft-Kokosnüsse von einer Plame gepflückt und aufgehackt bekommen. Wie lieb! Wie lecker! Es gab auch den Insel-Hund und die Insel-Katze zum schmusen. An einem Tag sind wir zusammen mit den einzigen anderen Gästen auf der Insel: Cat und Charlie aus Melbourne auf die private kleine Insel des Hotels gefahren um dort zu schnorcheln. (Unten: Video von der Bootsfahrt zur Insel)


Es war so schön da: die Insel war ganz, ganz klein, unbewohnt und von eine grossen Korallenriff umgeben. Ein Angestellter, Kenny, ist mit uns auf der Insel geblieben, und so haben wir uns die Zeit bis das Boot wieder kam um uns abzuholen mit schnorcheln verbracht und haben unter den Sonnenschirmen gesessen, die er für uns aufstellte. Beim schnorcheln haben wir tolle Fische gesehen und das Korallenriff war klasse...allerdings haben Janice, Cat und ich uns tierisch den Arsch angekokelt. Davon haben wir heute noch was. Aua-Aua! Hier ist ein kleines, jugendfreies Foto. Dienstag Mittag ging es dann wieder aufs Boot und vom Hafen aus mit dem Taxi zum Flughafen. Der Rückflug war eine Tortur, denn wir sassen ganz hinten in Flieger in der Assi-Ecke... man muss uns verwechselt haben... und waren umgeben von schreienden Kindern- eins davon hat sogar den ganzen Flug über gekotzt- und dicken Mädles mit eingeflochtenen Haaren incl. fieser neonfarbenen Plastikperlen und durchscheinender sonnenverbrannter Kopfhaut. Gut, dass wir so schön relaxed waren, sonst wäre es dort zum Eklat gekommen... und wieder beneidete ich die Typen von unserer Insel, die so ein einfaches, glückliches und zufriedenes Leben führen. Uns ging es so gut dort auf der Insel ohne Radio und Fernsehen wo man nur das Meer und Vögel (und unser Gelache) hörte, dass wir nicht einmal an die Arbeit gedacht haben und uns total geärget haben, dass wir nicht noch die 2 Tage zwischen unserer Rückkehr und Ostern auch Urlaub genommen haben und noch 5 Tage länger geblieben sind.

Jungs-Urlaub in Mudgee

Mama ist da! Hurra! Und während Janice und ich sie an ihrem Geburtstag für 5 Tage nach Fiji auf einen kleine Insel verschleppt haben, haben Sompi und Sascha das Wochenende genutzt um ihre Dirt-Bikes mal so richtig zum Einsatz zu bringen.Die beiden sind Samstag morgen um 6 Uhr in Richtung Mudgee gestartet. Nach ein paar Stunden Fahrt sind sie im Motocross-Paradies angekommen: In Mudgee ist quasi das Disneyland für Motocross-Fahrer: 150km verschiedene Strecken in allen möglichen Schwierigkeitsgraden.Die beiden sind einen Tag gefahren und haben sich dann für 25$ pro Person ins Hotel Lui eingemietet. Das muss so gemütlich gewesen sein (siehe Video) dass die beiden sich im nächsten Ort ins Best Western eingemietet haben und das alte Zimmer nur als Stauraum für die stinkigen Klamotten genutzt haben.

Am nächsten Tag, Sonntag, haben die beiden nochmal einen ganzen Tag auf dem Bike verbracht und sind dann spät abends wieder zuhause angekommen. Somphot war ganz begeistert, Sascha fands auch fantastisch. Beiden hat noch Dienstags, als sie uns vom Flughafen abgeholt haben, alles weh getan- so anstrengen war das Wochenende. Somphot meinte, dass besonders sein Hintern weh täte- Sascha versicherte uns aber augenblicklich dass er damit nix zu tun hätte....

Mittwoch, 19. März 2008

Foto: Mein neues Team

Ich habe doch im letzten blog-Eintrag erzählt, dass ich in Melbourne auf einem Prüfarztreffen für meine neue Studie war. Jenny, auf dem Foto links von mir und die Europäische Projektleiterin, hat mir gerade unser Gruppenfoto geschickt. Hier ist es: (die im grünen Oberteil ist übrigens Kerry, eine Freundin hier im Büro ohne die ich aufgeschmissen wäre, denn sie ist ein wahres Organisationstalent)

Dienstag, 11. März 2008

Die Sonne scheint wieder

Ich war letzten Donnerstag und Freitag in Melbourne. Donnerstag habe ich mein neues Team für meine neue Studie getroffen: der Internationale Projektleiter kam aus San Francisco und die Europäische Projektleiterin, wir hier von Amgen Australien gehören nämlich zur Gruppe Nord-Europa(?!), kam aus England. Die Engländerin war sehr nett, der Ami trank nur Coca Cola, ass nur was er kannte (Spaghetti und Steak) und hat- nachdem er mitbekam welches Level ich bei Amgen habe (im Vergleich zu ihm bin ich ja nur ein kleiner Fisch, ein sogenannter "shit-kicker")- weitgehend aufgehört sich für mich zu interessieren und mit mir zu reden. Was für ein symphatischer Zeitgenosse. Aber ein sehr Schlauer, denn er hat die Studie mit entwickelt. Donnerstag Abend hatten wir ein fantastisches Abendessen, zu dem alle teilnehmenden Aerzte und Studien-Coordinatoren eingeladen waren. Sehr, sehr, sehr lecker. Ich habe mich nachts nur im Bett rumgewälzt und mich gefühlt wie sich eine Anaconda fühlen muss, die gerade ein Reh verschlungen hat und jetzt die nächsten 3 Wochen verdauen muss.
Am Freitag hatten wir dann mit den Aerzten und Studien-Coordinatoren das Prüfertreffen, in dem die Studie, Produkte und Vorgänge vorgestellt und erklärt wurden. Ich hatte die Ehre, den GCP-Vortrag zu halten. GCP= Good Clinical Practice- unsere Vorschriften für die ordentliche Durchführung von Klinischen Studien. Es ist ein sehr trockenens Thema das alle Anwesenden schon 1000 Mal gehört haben und dabei normalerweise augenblicklich auf stand-by Modus umschalten. Ich habe aber das Animationsprogramm hingelegt (sogar mit Quiz) und alle sind wach geblieben. Yay! Einer der Aerzte hat mir sogar gesagt, es wäre der beste GCP-Vortrag gewesen, den er jeh gehört hätte. Ui! Klasse! Tag war gerettet.
Freitag Abend war ich wieder zuhause und es war mal wieder ein fürchterliches Gewitter. Janice sagte, sie hätte Samstag Morgen als erstes nachgesehen ob die Bäume/ Palmen noch stehen.
Aber scheinbar hat das Gewitter die ganzen Regenwolken weggefegt, denn wir haben seit Samstag strahlenden Sonnenschein und es ist wunderbar warm. Sonntag konnten wir endlich mal wieder an den Strand. Somphot und Sascha gehen ja dauernd surfen aber Janice und ich sind etwas wählerischer. Die Wellen waren allerdings nur winzig; wir haben aberdas Beste daraus gemacht. Toller Nachmittag!
Gestern Abend waren Janice und ich beim Yoga und hatten eine Privatstunde mit unserem Lehrer Campbell. Er war total gerädert, weil sein kleiner Sohn 4 Stunden am Stück geschrien hat. Janice gings O.K. und ich war voll müde und erschöpft noch von letzter Woche. Als das Yoga fertig war, ging es uns allen dreien besser. War schön.