Sonntag, 8. Februar 2015

Langes WE in Kingscliff und Byron Bay

Mama und ich haben uns nach Silvester in Richtung Norden aufgemacht um ein langes Wochenende zusammen zu verbringen.
Wir sind zur Goldcoast in Queensland geflogen und haben in einem hübschen Hotel in Kingscliff  gewohnt und von dort aus kleine Ausflüge unternommen- und viel Zeit am und im Pool verbracht, denn es war wunderbar warm. 
Wir waren im Tropical Fruit World, ein Plantage für allerlei tropischer Früchte- manche Namen hatte ich noch nie gehört- und das Beste dort war das Eis, denn man konnte sich irgendeine Kombination aus dem Obst und den Nüssen, die dort wuchsen aussuchen und die wurden einem dann in Vanilleeis gemixt. Mama hatte Passionsfrucht und Ananas, ich hatte Macadamia Nüsse und "Schokoladenpudding- Frucht". Echt cool.
An einem Tag waren wir in Byron Bay, das als Hippie- und Aussteiger Staedchen bekannt ist und sind dort rumgebummelt, haben was gegessen, sind dann aber am frühen Nachmittag schon wieder zurück ins Hotel gefahren, mit der Aussicht im Pool ab zu kühlen, denn es war tierisch heiss. Kostenlose Umarmungen gab es dieses Mal nicht dort.

Es war ein wunderbares langes Mama-Tochter- Wochenende. Ich habe es sehr genossen, mit Mama alleine Zeit zu verbringen, zu quatschen und zu lachen.

Ich vermisse sie sehr. 
Es war schwer, Tschüss zu sagen als die Zeit für Mama's Heimflug kam- ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, ihren Pass zu verbrennen. :)
Es war eine tolle Zeit mit ihr, besonders weil sie und Ruby so schön miteinander umgingen, zum Beispiel brüllte Ruby schon unten im Treppenhaus wenn wir abends vom Kindergarten kamen: "Granny!!!! I'm home!".
Ich hoffe, dass Mama bald für etwas länger kommen kann, denn es ist schon was anderes Familie hier zu haben.

Samstag, 3. Januar 2015

Weihnachten 2014

Dezember war ein turbulenter Monat voller Weihnachtsfeiern und viel Arbeit für Somphot und mich, denn irgendwie wollten alle "noch eben schnell" was vor Weihnachten gemacht haben.
Somphot hat sich im September selbstständig gemacht und hatte innerhalb von ein paar Wochen schon so einen guten Ruf, dass er bis Ende Januar ausgebucht ist. 
Ich bin sehr stolz auf ihn, besonders weil seine Kündigung bei seiner vorherigen Firma so eine Hauruck-Aktion war: Ich rief ihn Freitags mittags an um mal hallo zu sagen und zu fragen wie's ihm ginge und Sompi sagte nur: "Mir geht's super! Ich habe gerade gekündigt!" War ein kleiner Schocker. 

Zuerst haben wir das obligatorische Familienfoto mit dem Weihnachtsmann gemacht. Ruby hat sich Mut zugeredet und uns erzählt, dass Santa ihr Freund wäre und sie dieses Jahr auf seinem Schoss sitzen würde, aber als er dann kam, sah die Sache ganz anders aus. :)
Ruby hatte dieses Jahr ihren ersten Adventskalender- eher gesagt sie hatte 2, denn Imke hat ihr auch einen geschickt- und war ganz begeistert.
Ich hatte Anfang Dezember meine Firmen-Weihnachtsfeier in einem Mexikanischen Restaurant un Nord Sydney. Zuvor hatten wir in der Firma Nachos, Coronas und eine Pinata um in Stimmung zu kommen.
Wir haben auch zusammen mit Ruby den Weihnachtsbaum aufgestellt und dieses Jahr war es herrlich, denn jetzt kann man Ruby richtig mit dem Gedanken an Weihnachten und Santa Claus verzaubern. 
Ruby hatte auch eine Weihnachtsfeier im Kindergarten und dort kam natürlich auch der Weihnachtsmann. 
Die Reaktion der Kinder war sehr gemischt: manche rannten schreiend weg, manche stürzten sich in Richtung Weihnachtsmann und Ruby zum Beispiel lehnte dankend ab als ich sie fragte, ob wir mal zu Santa gehen wollten. Am Ende rang sie sich aber doch dazu durch, denn 1. Santa verschenkte Seifenblasen und 2. ihre Freunde Cody und Lilli gingen auch hin.


Und dann kam Weihnachten- und das Beste daran war: wir konnten es mit meiner Mama feiern, denn sie ist über Weihnachten und Neujahr hier. 
Ich habe mich so gefreut, als sie sich entscheiden hatte zu kommen und es ist sowas von schön, sie und Ruby zusammen zu sehen. Ruby hat Wochen vorher schon ein Bunkbed (Etagenbett) bestellt und den Rücksitz in meinem Auto frei gehalten, für Granny. Nicht mal meine Handtasche durfte da sitzen.
An Heilig Abend haben wir bei unseren Freunden Nadja und Kai (+ Kids) gegrillt und haben uns dazu entschieden, Geschenke erst im Australischen Stil am Morgen das 25. Dezember auf zu machen. 
Sie hatte aus dem Kindergarten selbst gemachtes Rentierfutter (Haferflocken und Glitter) mitgebracht und so haben wir am 24. bevor sie ins Bett ist, das Rentierfutter, einen Keks und ein Glas Apfelsaft für Santa und Rudolf rausgestellt. Ruby hat mich auch angewiesen, die Balkontür einen Spalt auf zu lassen, denn wir haben keinen Kamin, durch den Santa kommen könnte.
Ruby hat jedes Geschenk erst einmal ausgiebig bespielt und deshalb hatte sie bis zum 27. Dezember Spass am auspacken.  

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Interstellar- Physiker-Kritik des Films

Ich habe in meinem letzen Blog-Eintrag von dem Film Interstellar geschwärmt, war mir aber nicht sicher ob die mich auf Physikalischer Ebene auf den Arm genommen haben.
Mein wunderbarer Papa hat den Film auch angeschaut und freundlicher Weise eine herrliche kleine Kritik dazu geschrieben. Danke Papa!
Und hier ist sie. 

Interstellarum

So, da habe ich ihn mir angeschaut, und ich muss sagen, ein nettes Filmchen. Du bist ja im Wesentlichen an den rein physikalischen Gereimtheiten oder eben auch nicht interessiert, die Handlung selbst unterliegt ja der Freiheit des Autors und Regisseurs. 
Ich schreibe mal nur etwas dazu, was fragwürdig oder zu frei gehandhabt wurde :

Ob eine geheim operierende NASA ein derartig gigantisches Projekt erstens geheim halten und zweites überhaupt finanzieren kann, lassen wir mal offen.

Wurmlöcher existieren bislang lediglich als Idee, oder als eine von vielen Lösungen der Einsteinschen Feldgleichungen unter der Annahme von festgelegten Randbedingungen. Prinzipiell sind sie also durchaus denkbar. Ob sie allerdings stabil sind, oder ob sie in dem Moment zusammenbrechen, wenn Materie in sie eindringt, wird sehr kontrovers diskutiert, dazu weiß man einfach zu wenig. Wie man so etwas überhaupt herstellt und zu welchem Energieaufwand ist nochmal eine andere Frage. Nebenbei sind eventuelle Wurmlöcher immer an die Existenz von Schwarzen Löchern gekoppelt und so ein Ding möchte ich mal innerhalb unseres Sonnensystems erleben, das würde einige Unordnung nach sich ziehen.

Leider war die Bewegung der Astronauten unter Schwerelosigkeit nicht sauber dargestellt, wenn man das mal am Verhalten der Bewohner der ISS festmacht, dort sieht das tatsächlich anders aus.
Ein weiterer Punkt ist die Zeitdilitation in der Nähe großer Massen, also im Bereich extrem starker Gravitationsfelder, wie es die ART fordert. Das ist erstmal völlig korrekt, so etwas ist längst experimentell bestätigt. Allerdings müsste, um diese extreme Zeitdrift zu erhalten, das Feld schon wirklich gigantisch sein. In der Nähe eines Schwarzen Loches existieren natürlich solche Verhältnisse, allerdings dann erst weit innerhalb des Schwarzschildradius. Ich habe das nie durchgerechnet, aber auf der Oberfläche des ersten angeflogenen Planeten müsste wahrscheinlich ein Millionenfaches der Erdanziehung herrschen, um diesen Effekt hervorzubringen. Die reine Nähe von "Gargantua" ist da völlig unerheblich.

Befruchtete Eizellen mitzunehmen, ist ja ganz lustig, aber wollte man die dann auf dem Planeten ausstreuen ?

Das Überqueren des Schwarzschildradius bedeutet übrigens nicht automatisch, dass man dort zum Spaghetti werden muss, dafür ist alleine der Gravitationsgradient entscheidend, und der wird, besonders am Ereignishorizont eines großen Schwarzen Loches so gut wie gar nicht zu spüren sein. Rein zu kommen ist also überhaupt kein Problem . . . allerdings ohne Rückfahrkarte.
Die Sache mit dem Tesserakt und den weiten, 5-dimensionalen Nachfahren der Menschheit finde ich eine schöne Idee, aber wenn die uns wirklich Informationen zur Vereinheitlichung der heutigen Theorien hätten übermitteln wollen, wäre das sicher für solche irre weiterentwickelten Wesen mit ihrer offensichtlich grandiosen Technik einfacher und eleganter gegangen. Aber wer weiß schon, was die sich dabei gedacht haben.

Wie Cooper aus dem ganzen Schlamassel wieder herausgekommen ist, hätte ich gerne gewusst.

Und dann klaut Cooper einfach mal so ein Raumschiff. Und er kann damit eindeutig umgehen, mit einer weiterentwickelten Technologie nach etlichen Jahrzehnten. Wie hätte sich wohl Charles Lindbergh gefühlt, wenn man ihn in eine F-16 gesetzt hätte ? Und dann passt der TARS auch noch exakt auf die Rückbank. Sowas kann nur der R2D2.

Montag, 10. November 2014

Kino: Interstellar

Ich habe am Wochenende Interstellar geguckt. Erstens weil ich das Genre liebe und zweitens, weil ich seitdem ich die Serie True Detective geguckt habe, total begeistert bin von Matthew McConaughey. Früher sah er in Filmen ja immer nur knackig aus, aber jetzt ist er ein hervorragender Schauspieler.
Also, in dem Film geht es darum, dass die Erde so langsam ihrem Ende zu geht- Staubstürme, Essen wird knapp, die Luft wird langsam toxisch.
Wissenschaftler haben aber ein Wurmloch in der Nachbarschaft vom Saturn entdeckt und dadurch haben sie mehrer Planeten gesehen, die aussehen als könnte man sich dort ansiedeln.
Matthew ist ein ex-Pilot, jetzt Mais-Farmer, und Alleinerziehender Vater, der von der NASA angeheuert wird, das Raumschiff für die Expedition zu steuern. Keiner weiss wie lange die Mission dauern wird und er muss sich dazu entscheiden, die Menschliche Rasse zu retten und dafür in Kauf zu nehmen, dass er seine Kinder nie mehr wieder sehen wird.
Ja, das hört sich jetzt so beim lesen schnulzig an, aber gerade dieser menschliche Aspekt im Gegensatz zum Weltraum und Physik ist sowas von toll dargestellt und die Schauspieler in dem Film sind einfach grossartig!
Der Film is 170 Minuten lang, aber er ging vorbei wie im Flug. Der Film endete und ich blieb ganz baff in meinem Sessel sitzen. Der Typ neben mir auch und sagte nur: "Boah. Da haben wir aber was zu verarbeiten, was?" Das stimmte, denn ich habe den ganzen Tag noch rum überlegt und an den Film gedacht.
Lohnt sich wirklich zu gucken! Ich fand ihn spitze!

Ich habe mich allerdings während des ganzen Filmes gefragt, was Papa jetzt zu dem ganzen Physik-Overload sagen würde. Es hätte mich echt interessiert ob die einfach nur mit Theorien und Namen um sich schmeissen (einige Dinge habe ich verstanden) oder ob das auch Hand und Fuss hat.
Ich habe Papa gebeten, den Film bald zu gucken und werde, wenn ich feedback kriege, nochmal Kommentieren.
...andererseits kann ich mich auch an zahlreiche Filme erinnern, die ich ganz toll fand und die Papa dann zerpflückt hat- weil "das alles nicht sein kann, physikalisch!". Ich hoffe insgeheim, dass Interstellar keine scharfe Kritik von Papa bekommt.

Sonntag, 2. November 2014

Erwachsenen-Tag: Pete & Amanda's Hochzeit

Am Freitag, den 31 Oktober, waren Somphot und ich zur Hochzeit von unseren Freunden Pete und Amanda eingeladen.
Meine Freundin Nadja war so lieb und hat Ruby eingeladen bei denen zu überachten. Ruby und Mahlia waren schon 2 Wochen vorher total aus dem Haeuschen wegen des sleep-overs.  
Nadja und Mahlia haben Ruby nachmittags vom Kindergarten abgeholt und haben einen tollen Abend verbracht. Ruby hat dort Sachen gegessen, die sie hier nicht isst: wie Erbsen und Fischstabechen und hat dann irgendwann gesagt, sie sei müde und gehe jetzt ins Bett. Mahlia hat ein Etagenbett und Ruby hat unten geschlafen. Das Beste ist: Beide haben die ganze Nacht durchgeschlafen (und das machen die sonst alle Schaltjahre mal)!
Sompi war morgens surfen und ich beim Friseur. Dann sind wir mit dem Bus nach Manly gefahren um mit der Fähre zum Vaucluse Yachtclub zu fahren, wo die Hochzeit stattfinden sollte.
Unser Bus is überall stehen geblieben und so ist uns die direkte Fähre genau vor der Nase weggefahren. Wir mussten dann die Fähre nach Darling Harbor nehmen und dann mit dem Taxi weiter. 
Wir waren 2 Stunden unterwegs, 45 Minuten zu spät und trotzdem pünktlich genug, denn Amanda, die Braut, hatte sich schön viel Zeit gelassen und die Hochzeit fing erst ein Stunde später als geplant an.
Amanda hatte ein wunderschönes Kleid und Pete war sowas von hingerissen als sie in den Raum kam, dass er Tränen in den Augen hatte und nicht mehr den Blick von ihr lassen konnte. Echt rührend.
Die Zeremonie war liebevoll gestaltet und kurz genug und dann ging das Feiern los: Musik, Champagner und Fingerfood.
Der Yachtclub hatte einen herrlichen Ausblick und es war wunderbar warm.
Es waren unheimlich viele nette Leute da (viele davon kannte ich auch schon vom sehen oder vorherigen Parties), mit denen man herrlich reden konnte. Wir hatten so einen Spass!
Dies war das erste Mal seit Ruby's Geburt, wo Somphot und ich einen ganzen Tag alleine miteinander verbracht haben und es hat sooooo gut getan.
Ich habe zwar abends alle halbe Stunde mein Handy gecheckt um zu sehen ob bei Nadja alles OK war, aber ich hätte mir gar keine Sorgen machen müssen- Nadja hatte Ruby ja schon früher als Tages-Nanny und ist Spitzenklasse mit ihr. 
Die Party hörte irgendwann- ein bisschen unerwartet- abrupt auf und wir wurden buchstäblich heraus gekehrt- irgendwie hatten wir bei dieser Truppe ein Open-End erwartet. Egal, denn so waren wir um 2 Uhr im Bett und konnten morgens, relativ ausgeschlafen, Ruby abholen....und auf sie haben wir uns schon sehr gefreut.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Halloween-Fotoshoot mit Mini-Models

In Elenora Heights, einem Nachbarort, ist ein Haus, das zu Halloween immer so richtig gruselig dekoriert ist.
Das hat mir meine Freundin Kat erzählt, die Journalistin für die lokale Zeitung, dem Manly Daily, ist.
Letztes Jahr haben die im Manly Daily schon einen Bericht über dieses Haus geschrieben und dieses Jahr wollten sie mal was anderes machen und meinten vielleicht sollten dieses Jahr ein paar Kinder mit ins Bild. Kat sagte, sie hätte da welche: Ruby und ihre Tochter Tilly- Ruby's Kindergarten-Freundin.
Die Besitzer des Hauses waren Amerikaner und hatten ihr Haus, ihre Garagen und ihren Garten zu einer richtigen Attraktion gemacht. Am 31. Oktober sie haben sogar verkleidete Statisten da um Leute, die zur geführten Gruseltour kommen, so richtig zu erschrecken. Der Brunnen im Garten hatte rotes Wasser, überall waren Bewegungs-aktivierte Monster und Skelette und in den Garagen waren Särge, aus denen an Halloween Zombies rausspringen. Es war echt eindrucksvoll. Sogar die Fenster zur Strasse hin waren mit Brettern verbarrikadiert und gruselige Folien waren in die offenen Stellen geklebt, so dass das ganze Haus aussah wie ein Irrenanstalt von Silent Hill.

Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, dass Ruby beim Anblick des Hauses oder der Gruselsachen Angst hat, aber sie hat mich echt überrascht. Sogar als wir uns in einer her Garagen-Grüfte die "Familien-Portraits" angeguckt haben und die Hausbesitzerin mit einer schrecklichen Monstermaske aus der Wand gesprungen kam (und mir vor Schreck fast das Herz stehen blieb) hat Ruby zwar gequiekt, aber dann gelacht. Tilly hat sich so erschreckt, dass sie einfach weggelaufen ist und voll geschockt war. 
Als Tilly sich wieder beruhigt hatte, haben wir das Foto-Shooting mit viel Geduld und Ueberraschungseiern als Bestechung zu Ende gebracht.
Die beiden Hausbesitzer hatten augenscheinlich keine Ahnung von Kindern und Kat war richtig sauer. Die beiden waren echt ein bisschen komisch. Nett, aber seltsam. Sie machen diese Halloween-Touren durch ihrn Haus schon seit 16 Jahren und wollen nächstes Jahr zu Halloween nach New Orleans um endlich mal ein "Erwachsenen-Halloween" mitzumachen.
Ich habe das Gefühl, das Haus gar vielleicht nicht extra für Halloween dekoriert und die wohnen immer so...

Samstag, 6. September 2014

Business und Pleasure in Amerika

Ich bin vorletzte Woche Sonntag (den Tag nach der "Hochzeit" vom vorigen blog Eintrag) nach Raleigh, North Carolina in den USA geflogen.
Dort ist unser Firmenhauptsitz und da ich an einer neuen globalen Studie mit einem Amerikanischen Klienten arbeite, bin ich dort zu einem langen und intensiven Meeting geflogen um mich mit meinem Team und auch dem Team der Klienten zu treffen um zu diskutieren wie wir die ganze Sache in Angriff nehmen- und auch um sich mal zu beschnuppern, denn die Klienten sind sehr aggressiv in ihren Ansprüchen.
Ich bin von Sydney nach Dallas, Texas (Yeehaaa!) geflogen und von dort aus weiter nach Raleigh. Ich bin 13:20h in Sydney am Sonntag losgezogen und kam um 13:45h am Sonntag in Dallas an. Schon witzig. Auf dem Rückweg habe ich allerdings einen ganzen Tag verloren: Sonntag los geflogen, Dienstag morgen angekommen.
Ruby war ganz klasse: Sompi hat ihr erklärt, dass ich Arbeiten bin und erst in einer Woche wieder komme und sie hat nur ab und zu mal gefragt: "Mami noch arbeiten?" und als Sompi ja sagte, war sie damit zufrieden. Das war gut für mein Gewissen, denn sonst hätte ich die Zeit nicht mit gutem Gewissen verbringen können.
In Raleigh waren es gemütliche 27 Grad und die ganze Stadt fühlte sich ruhig und sauber und sicher an. Ich bekam auch im Hotel gesagt, dass ich mir keine Sorgen machen müsste, denn: "The Blacks keep to themselves." ("Die Schwarzen bleiben unter sich."). Oh Mann!
Ein paar Kollegen in dem Raleigh Büro sagten: "Y'all", was mich sehr an die Serie True Blood erinnerte. Prima.
Der Firmenhauptsitz war jedenfalls sehr nett, mein Team prima, das Meeting anstrengend (bestimmt auch weil ich mir auf dem Hinflug tierisch eine Erkältung gefangen habe) aber erfolgreich und ich habe wirklich lecker gegessen.
Als das Meeting am Freitag beendet war, bin ich knapp 5 Stunden von der Ostküste nach Los Angeles geflogen und meine Freundin Manon hat mich abgeholt um mich für das Wochenende zu beherbergen. 

Es war ein wunderbares und affig heisses Wochenende und wir hatten wirklich viel Spass. 
Manon hat mich mit zum Kindergeburtstag ihres Patenkindes mitgenommen, wir waren bummeln und zusammen mit ihren Nachbarinnen in einer Outlet Mall, Manon's Vermieter hat uns Margaritas gemixt und: Manon hat Kolibris im Garten!! Wie cool ist das? Ich dachte erst: das ist das denn für ein komisches brummendes Geräusch und dann sind mir 2 Kolibris um den Kopf geschwirrt. Fantastisch!
Auf dem Rückflug habe ich natürlich neben genau dem Typen gesessen, der mir schon am Flughafen in der Qantas Lounge aufgefallen ist und ich dachte: 'Oh mann, was für ein Idiot.' Er erzählte mir von seiner Persönlichkeitsstörung und als ich dann ganz schnell "einschlief" sang er noch stundenlang laut und falsch mit seinem iPod mit, bis eine Stewardess ihn darauf hin wiess, dass die anderen Leute gerne schlafen wollten (und er eh scheisse Miley Cyrus singen würde). 

Freitag mit Janice und den Kids

Am 22. August waren Janice und Spencer bei Ruby und mir zu Besuch.
Familientreffen!
Die Henrichs-Familie ist nach Sydney gekommen, denn am Samstag, 23. August waren wir alle zu einer Hochzeit eingeladen. Die Hochzeit war von einem guten Freund von uns und seiner neuen Philippinischen (und frisch Schwangeren Freundin) und sollte in den Blue Mountains statt finden. Wir haben uns schon seit Monaten drauf gefreut, denn 1.haben Janice und Sascha angekündigt, dass sie kommen, zweitens ist diese Gruppe Freunde echt lustig und drittens sind die Blue Mountains schön.
Am Montag in dieser Woche bekamen wir aber alle bescheid, dass die Hochzeit abgeblasen wurde. Der Grund: Simon hat eine Tochter aus erster Ehe, die mit ihrer Mama in England lebt. Ich muss kurz anmerken, dass die neue Freundin von der Tochter wusste. Simon's Mama ist mit seiner Tochter für die Hochzeit eingeflogen und Simon's Verlobte ist nicht damit klar gekommen, dass Simon schon eine Tochter hat (ich glaube, sie hatte vergessen, dass sie einen 4-jährigen Sohn aus früherer Beziehung mitbringt...). Simon hat dann die ganze Sache abgeblasen. Hut ab.
Tat mir echt leid, denn die beiden waren echt sehr goldig miteinander.
Naja, jedenfalls haben sich die ganzen eingeladenen Maenner dazu entschieden, trotzdem am Freitag, den 22 August, wie geplant, den Jungesellenabschied und Simon's Geburtstag zu feiern- und Janice und Spencer sind nach Mona Vale gekommen.

Es war sooo schön, Janice zu drücken und Spencer und Ruby haben ganz goldig zusammen gespielt.  Ruby hat ihm sogar von der "Grossen Ananas" erzählt, die wir 4 zusammen in unserem Urlaub im Dezember letzen Jahres in Cairns im Wasserpark erlebt hatten und wo die Kinder so drauf abgefahren sind.
Wir waren im Park spielen und Janice hatte Ruby einen Robo-Fisch mitgebracht (coole Dinger, die sich wie richtige  Fische verhalten wenn sie mit Wasser in Berührung kommen) und damit haben die beiden lange gespielt und wir konnten Kuchen essen und uns unterhalten. 
Es war klasse! Wir vermissen das wirklich sehr.

Samstag sind wir zu einem schönen Pub gefahren (The Oaks) und haben dort mit vielen Leuten- quasi den ganzen Hochzeitsgästen- gegessen und Simon hat sogar die, leicht abgeänderte, Hochzeits-Rede seines Best Man (Trauzeugen) bekommen. Die Arme Wurst.

Sonntag, 10. August 2014

Sompi's Renn-Wochenende

Somphot war das ganze letzte Wochenende in Wakefield Park (gute 2 Stunden südlich von Sydney) auf der Rennstrecke,  denn dort ist er am Sonntag zusammen mit seinen Freuden Marc (oben auf dem Foto in der Mitte) und Pete, sein erstes Endurance Rennen (4- Stunden Rennen) gefahren.
Samstag hat er im Club Rennen vom seinem St. George Motorcycle Club, in seiner Klasse den 2. Platz gemacht.

Stolz wie Oskar kam er mit 2 Pokalen heim, denn sein Team hat in seiner Klasse den 1. Platz gemacht- trotz Somphot's verbocktem Le Mans Start.
Damit wird er jetzt täglich aufgezogen: Sompi hat die schnellste Qualifikationszeit von seinem Team und musste somit als erster fahren. Als der Startschuss fiel, rannte er zu seinem Motorrad, sprang drauf, legte den Gang ein...und das Motorrad ging aus.

Er kam somit als 15. von 18 weg, war aber nach einer Runde wieder auf Platz 8.
Einer seiner Team Kollegen, Pete, ist gestürzt, aber konnte die letzte Etappe wieder fahren und für das Team die karierte Flagge sehen.





Dort war es wirklich kalt, daher sind Ruby und Ich zuhause geblieben und haben ein Mädels-Wochenende gehabt. 
Am Sonntag morgen haben wir eine Erdbeere-Bisquitrolle gebacken, denn am Nachmittag kam Ruby's Ex-Kindergaertnerin Pam zu Besuch. Also ich sagte: "Wir backen jetzt einen Kuchen für Pam." Sagte sie: "Why? Hat Pam Geburtstag?"
Pam war da als Ruby mit 8 Monaten das erste Mal zum Kindergarten ging und die beiden haben eine wunderbare Beziehung aufgebaut.
Obwohl Ruby die Gruppen wechselte und Pam und Teilzeit da war, kam sie immer Ruby im neuen Raum besuchen und die beiden sassen einfach zusammen da, wie in einen inneren Dialog vertieft. Es war so schön zu sehen.
Als wir vom Thailand-Urlaub zurück kamen, war Pam weg. 
Aber einen Tag später habe ich eine Karte von ihr überreicht bekommen, die sie für mich da gelassen hatte. In der Karte sagte sie Bye bye, denn sie hat einen neuen Job angefangen und sie schrieb auch, dass sie Ruby nie vergessen würde, denn sie hätte noch zu keinen Kind so eine tiefe Verbindung aufgebaut. Es waren so viele liebe Worte darin, dass ich Rotz und Wasser geheult habe und dann habe ich glücklicher Weise Pam's Emailadresse auf dem Umschlag gesehen (mit der Bitte, ihr doch ein Foto von Ruby zu schicken, wenn das OK wäre).
Da Sompi und ich Pam auch ganz toll fanden, schrieb ich ihr direkt und lud sie zum Kaffee ein.
Wir hatten einen tollen Nachmittag und beschlossen, auf jeden Fall in Kontakt zu bleiben. Sie ist Amerikanerin und der nächste Plan ist ein Pancake-Frühstück  wo wir ihre 2 erwachsenen Kinder kennenlernen werden.

Sonntag, 27. Juli 2014

Familien-Urlaub in Thailand

Wir kommen gerade von einem fantastischen Urlaub zurück: 2.5 Wochen Thailand. 
Es war herrlich und sowas von entspannend. Ganz ganz toll!
Wir sind dem Winter hier für kurze Zeit entkommen und haben dort das tolle Wetter genossen und noch besser: meine Schwester ist mit Mann Christian und Kind aus Deutschland eingeflogen. 

Es war so schön, 2 Wochen mit ihr verbringen zu können und auch toll mit Baby-Finn, der nun schon 14 Monate alt ist zu interagieren (das letzte Mal hatte ich ihn gesehen als er nur ein paar Monate alt war). Finn, Ruby's Cousin, fand allerdings Sompi viel toller als mich und hat immer zu ihm gewollt.

Wir haben 2 Wochen in Norden Phuket's im JW Marriott verbracht. 
http://www.marriott.com/hotels/travel/hktjw-jw-marriott-phuket-resort-and-spa/
Es war ein fantastisches Hotel mit tollem Kinderpool (eines der Auswahl-Kriteria) und sogar Kindergarten und Babysitting Service (herrlich wenn man mal zu Zweit zur Massage wollte); super-tollen Zimmern (wir hatten welche nebeneinander), tollem Essen, (wir hatten Frühstück inklusive mit allem Drum und Dran, viel Garten und riesigem Strand- allerdings war das Meer wegen der Monsunsaison wild und nachdem ich einen halben Baum in Form von Treibholz ans Schienbein bekommen habe, bin ich besser nicht weiter rein gegangen. Boing, KO, abgetrieben nach Afrika.
Wir hatten ein riesiges Bett und Ruby hat den ganzen Urlaub bei uns im Bett geschlafen. Sie war sehr entspannt während des gesamten Urlaubs- war echt schön zu sehen. 
Die Flüge mit ihr waren auch super. Sie setzte sich auf ihren Platz und zeigte auf den Bildschirm: "Peppa Pig!" und das war's für die nächsten Stunden. Irgendwann ist sie dann eingepennt. Alles easy.
Wir 6 sind ein paar Mal nach Patong (dem Ballermann von Phuket) gefahren um ein bisschen zu shoppen.
Einmal sind wir auf dem Rückweg beim Tiger Kingdom vorbei um dort Tiger zu gucken und um Fotos mit Tigern zu machen.
Sompi und ich hatten am Tag vorher auf dem Discovery Channel was gesehen wo ein Loewe einem Mann halb das Bein "abgespielt" hatte und hatten uns daher entschieden mit den jüngsten und kleinsten Tigern Fotos zu machen.
Die kleinen Tiger waren schon echt Respekt-einflößend und dafür, dass wir kein Gitter zwischen uns hatten, gross genug.
Wir waren kurz vor Ladenschluss dort und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Sedierung so langsam aber sicher aufhörte zu wirken.
Wir waren in einem Gehege mit 3 jungen Tigern und haben mit allen abwechselnd Fotos gemacht. Es waren auch 3 Wächter in dem Gehege, aber einer hat von uns Fotos gemacht und der andere hatte besseres zu tun, nämlich auf dem Handy in Facebook surfen.
So schlich sich der kleinste Tiger, der die Größe von einem mittelgroßen Hund hatte, bei einem Foto von hinten an Sompi ran und wurde gerade noch so von einem Wächter weggescheucht. Wie gesagt, alles ein bisschen komisch. Schöne Fotos mit wunderschönen Tieren aber nochmal würden wir das alle nicht machen.
Die grossen Tiger waren sowas von gross. In das Gehege hätte ich mich nicht getraut. 
Sompi, Ruby und ich sind dann noch weiter geflogen nach Bangkok um Sompi's Cousin und Familie zu besuchen und Imke, Christian und Finn blieben noch ein paar Tage im Resort in Phuket und waren noch Elefanten reiten, was auch ganz toll gewesen sein muss.
In Bangkok haben wir bei Somphot's Cousin gewohnt (mit Frau und 2 Töchtern). 
Der war schon Wochen vorher tierisch aufgeregt und auch Sompi's engere Familie (Cousins, Tante + Onkel und die Oma, bei der er aufgewachsen ist) haben sich sehr gefreut, Sompi zu sehen. Jeden Tag waren alle zusammen und es gab viel tolles Thai-Essen. 
Sogar Somphot's Vater ist zu Besuch gekommen (obwohl er mit seinem LKW weit weg unterwegs war) und war ganz entzückt, Ruby zu treffen und natürlich seinen Sohn zu sehen.
Der Urlaub hat sich lange und wahnsinnig entspannt angefühlt. 
Es war so schön, so viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen- also dieses Business mit dem Vollzeit Arbeiten gehen muss ich nochmal überdenken. Doch Lotto spielen?
Als wir in Sydney landeten (wir hatten einen Nachtflug) waren es 8 Grad (von 32 Grad in Thailand). Brrrr! Ungefähr die gleiche Temperatur hatten wir auch in der Wohnung und es hat ein paar Tage gebraucht bis wir uns akklimatisiert hatten.
Heute ist allerdings ein herrlicher sonniger Wintertag mit 20 Grad und blauem Himmel. Nicht zu schlimm für Winter.