Samstag, 16. Februar 2008

Freitag: Kotzen und Kino, Samstag: Sonne und Yoga

Uaaaah! Mann, mann, mann, merke ich sämtliche Muskeln. Janice auch, denn wir 2 waren heute Morgen schon von 8.30 bis 10 Uhr beim Yoga. Unsere Trainerin am Samstag ist großartig und heute hatten Janice und ich sogar eine Privatstunde. War sehr witzig. Allerdings haben wir beide vor etwa 3 Stunden gleichzeitig angefangen zu jammern.
Sompi und Sascha sind heute arbeiten und so sind Janice und ich bei Sonne (!!!) durch Mona Vale geschlendert und haben uns neue Birkenstock gekauft. Heute abend werden wir grillen und morgen geht’s zusammen mit Steve (Janices und Saschas Ex-Vermieter) aufs Boot. Ich freu’ mich schon voll!
Gestern (Freitag) Nachmittag kann endlich mal wieder die Sonne raus. Das passte uns bei Amgen gut in den Kram, denn ab 13.30 Uhr gab es ein –von der Geschäftsleitung ausgerichtetes- BBQ. Unser Gebäude hat nämlich einen Pool, einen Tennisplatz und einen schönen Grillplatz. Es gab Würstchen und verschiedene Salate (danach war ich eigentlich schon bedient) und dann gab es Eis und süßen Kleinkram. Mein Freund Karl hat mich zu Eis und kleinen Kuchen überredet und dann kam aber noch ein Käsekuchen. Ich liiiiebe Käsekuchen….Nur das Stück (eher: die Stücke) hätte ich nicht mehr essen sollen. Ich war so voll, alles ist in meinem Magen aufgegangen, und mir war auf dem ganzen Heimweg so schlecht (ich habe richtig gelitten- ganz arg!!) und als ich zuhause den Kühlschrank aufgemacht habe und Essen gerochen habe, musste ich tierisch reihern. Das hatte ich noch nie. War ganz überrascht. Was lernen wir daraus? Lass dich nicht von anderen zum essen verleiten und sei verdammt noch mal nicht so gierig! Käsekuchen ist jetzt auch nicht mehr mein bester Freund! Abends sind Janice und ich ins Kino gegangen. Wir haben uns eine Woche nicht mehr gesehen und hatten viel zu erzählen, deshalb sind wir schon eine dreiviertel Stunde früher gefahren und haben in den großen roten Kinosesseln gesessen und haben gequatscht. Quatschen war klasse- Film war O.K.
Wir haben Jumper geguckt.
Ich habe mich echt auf den SciFi Film gefreut. Die Vorschau sah klasse aus.
Es geht darum dass David (gespielt von Hayden Christensen- der der Anakin Skywalker gespielt hat) im Alter von 15 Jahren entdeckt, dass er sich teleportieren kann und damit fängt der Spaß an: Er haut von zuhause ab, verschafft sich Geld (sehr praktisch wenn man sich in Bank-Safes teleportieren kann) und genießt sein Leben. Nach 8 Jahren wird aber die Gesellschaft der Paladine (diese Typen jagen die sogenannten Jumper, weil „nur Gott das Recht besitzt and allen Orten gleichzeitig sein zu können“) auf ihn aufmerksam und die Jagt beginnt. Natürlich ist in den Film eine ganz nette Liebesgeschichte mit eingeflochten. Die Idee des Films ist prima und die Specials sind gut aber, sobald Samuel Jackson mit einer schlecht aufgeklebten weißen Perücke auftaucht, denkt man sich: „Uuuuuh! Naja.“ Und ab dann geht es ein bisschen wischi-waschi weiter bis zum Schluss. Also: war ganz nett, muss man aber nicht. Der Hauptdarsteller ist allerdings sehr knackig. Gefiel uns beiden.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Sorry Day

Heute ist hier in Australien der National Sorry Day. Hört sich doof an, ist aber eine ganz tolle Geste, denn hier wird der sogenannten "Stolen Generation" gedacht und sich für diese Untat (seit 1998) entschuldigt.Zwischen 1869 und 1969 wurden (ganz bestimmt zu dem damaligen besten Wissen und Gewissen, kennen wir das nicht von woanders?) Unmengen von Aborigial-Familien auseinander gerissen und die Kinder auf Euroäische Familien verteilt, denn damals hatte man die Theorie, dass die vollblütige Aboriginal-Bevölkerung nicht in der Lage ist sich selbst zu erhalten und somit der Ausrottung bestimmt ist. Da die immigrierten Nord-Europär als die überlegene, und zivilisiertere Rasse galten, nahmen sie freundlicher Weise die Aboriginal Kinder auf um ihnen eine bessere Ausbildung und ein besseres Leben zu ermöglichen... allerdings munkelt man auch, das somit das Aboriginal-Gen in den kommenden Generationen herausgezüchtet werden sollte.
Offiziell wurden etwa 100 000 Kinder "umgesiedelt" aber es sind nur lückenhafte Documente zu finden und die echte Zahl ist wohl ein Vielfaches davon. Ich habe gestern im Fernsehen Berichte gesehen, in denen Leute bis heute ihre Geschwister oder Familie suchen, denn die Namen der Kinder wurden natürlich auch (in ordentliche Namen!!!) geändert.
Ist ganz schön schlimm was da passiert ist- und ausser an diesen speziellen Tagen redet man hier auch nicht darüber. Rechts ist übrigens die Aboriginal Flagge.
Heute hat unser neuer Rehierungschef Kevin Rudd eine grosse Entschuldigungsrede gehalten und sie ist sehr gut angekommen.
Es wird immernoch diskutiert ob Entschädingszahlungen gemacht werden. Mindestens 2 Anträge sind schon (aus Mangel an Beweisen) abgelehnt worden. Mal sehen wie sich das noch entwickelt.

Samstag, 9. Februar 2008

Kino: 3:10 to Yuma

Janice und ich waren gestern Abend im Kino und haben uns den neuen Western mit Russel Crowe und Christian Bale angeguckt: 3:10 to Yuma
Russel Crowe spielt Ben Wade, einen Bandenboss der mit seiner Gang schon etliche Postkutschen überfallen und etliche Leute ermordet hat. Christian Bale verkörpert den Farmer Dan, der im Bürgerkrieg ein Bein verlor und mit seiner Familie nur schwer über die Runden kommt.
Als Ben nach einem weiteren Postkutscheüberfall geschnappt wird, bietet Dan sich für 200$ an, Ben Wade, zusammen mit einer Gruppe in einem mehrere Tage dauernden Ritt in die Stadt Contention bringen, um dort den Gefangenentransportzug nach Yuma um 3:10 Uhr zu erwischen.
Der Weg ist allerdings hochgefährlich: Er führt durch Indianergebiet und Wade weiß nur zu gut, dass seine Leute alles daran setzen werden, um ihn mit aller Härte zu befreien.
Janice und ich fanden der Film super, denn lebt von den zwei grandiosen Hauptdarstellern, die beide erstklassige Charakterstudien um Recht und Unrecht abgeben und zusätzlich sehr sympathisch miteinander interagieren. Obwohl Ben der Böse ist, fällt es einem schwer ihn nicht zu mögen, denn er ist charismatisch und lässt einen immer wieder eine neue Facette seiner Persönlichkeit kennen lernen. Auf der anderen Seite steht Dan, der gradlinige Farmer, dessen Figur standhaft steht und nicht ins Wanken kommt. Der Nebendarsteller namens Ben Foster, der Ben Wades rechte Hand Charlie Price spielt, ist ebenfalls fantastisch!
Natürlich mangelt es nicht an Action, inklusive einem fast 30-minütigen, atemberaubenden, konsequenten Showdown der alten Schule.
Endlich mal wieder ein Western im Kino und dann auch noch so ein fabelhafter Film!

Evakuierungsübung bei Amgen

Oh, im Büro ist am Mittwoch was aufregendes passiert: unser Gebäude hatte Evakuierungsübung und da ich ja ein Amgen-Fire-Warden bin, bin ich Mittags um 2 mit ein paar Kollegen von Amgen und der Feuerwehrleuten aus den anderen 8 Etagen, in dem Feuerkontrollraum gerufen worden für ein Briefing. Um 14.15h sollte eine Evakuierungsübung stattfinden. Aufregend! Wir sind also zurück ins Büro und um nach kurzer Zeit ging auch schon der Alarm los. Alter! Ist der laut und nervig. Wer bei diesem Krach freiwillig im Büro bleibt und verbrennt ist echt selber Schuld. Aber: wir taten natürlich unsere Pflicht: Wir haben vier Fire-Warden, einer in jeder Abteilung und wir vier sind erst mal zum Fire-Warden-Schrank gegangen (keine Hektik verbreiten) und haben den Leuten, die aus den Büros kamen beruhigende Worte zugesprochen denn einige waren echt sehr erschreckt und ängstlich. Ich kann leider nicht dazu auf Deutsch zu brüllen“: Alle Mann raus! Bewegung, Bewegung! Zack Zack!“ und dabei hatte ich mich schon so darauf gefreut! Am Feuer-Warden-Schrank haben wir alle unsere roten Helme aufgesetzt, eine von uns ist ans rote Telefon, das mit dem Kontrollraum verbunden ist gegangen, während der Rest die Leute im Büro zu einer der 2 Feuertreppen geleitete. Die Person am Telefon bekam dann die Instruktion: „Evakuierung. Jetzt.“ Und unsere Kollegen durften ins Treppenhaus und 8 Stockwerke runter laufen in die Garage und ins Freie zum Sammelpunkt.

Wir Feuer-Warden mussten dann noch ein Runde machen und gucken ob jemand zurückgeblieben ist, dann am roten Telefon Bericht abgeben“: Area clear. One person remaining.“ (Also Flur klar, eine Person noch hier.) Diese eine Person war Renee, die Rezeptzionistin. Die wurde von der Geschäftsleitung angewiesen zu verbrennen, für den Fall, dass einer anruft. Wir Fire-Warden haben als letzte den Flur verlassen und haben unsere Kollegen zum Sammelpunkt begleitet. War echt keine schlechte Erfahrung.
Nach der Entwarnung und als alle wieder rein durften, mussten wir noch zu de-briefing dort sagte der Chief-Fire-Warden folgendes:
Heute wurde ein Ereignis auf Level 7 (das ist Amgen) simuliert, daher durften wir auch zuerst evakuieren, dann wurden die benachbarten Level 8, 9 und 6 evakuiert und dann der Rest. Pro Level wird mit 45-50 Sekunden gerechnet, also sollte das Gebäude in 7,5 Minuten leer sein. Wir haben 15 Minuten für das ganze Gebäude gebraucht. Bekamen aber trotzdem ein Lob, weil alles reibungslos verlief und nicht wie letztes Mal (da war ich leider nicht dabei- sonst wäre das natürlich gesitteter abgelaufen) alle einfach in die Feuertreppen gestürmt sind und das ganze -echt enge- Treppenhaus verstopft haben und Streit bekommen haben.

Sonntag, 3. Februar 2008

2 Tage-Meeting in Melborne

Ich war die vergangene Woche von Mittwoch bis Freitag in Melbourne, weil meine Firma ein CRA- (meine Jobbezeichnung) und Projektleiter-Training veranstaltet hat. Dazu wurden alle CRAs und Projektleiter aus unseren Australischen Büros nach Melbourne eingeflogen und es war schön alle so schnell wieder zu sehen, da wir erst vor 2 Wochen unser Kick-off Meeting über die Bühne gebracht hatten. Wir wurden vorneweg schon in 4 Gruppen eingeteilt: ich war in der gelben Gruppe, wir haben uns „Team Jaundice“ = „Team Gelbsucht“ getauft und haben so 2 Tage lang gruppenweise in Workshops gearbeitet und (natürlich Job-spezifische) Spiele und Aufgaben bestritten. Ich fand die 2 Tage sehr sinnvoll und hab einiges gelernt, denn unsere zwei Kollegen aus der Trainings-Abteilung, die alle Schulungen und so weiter vorbereiten, haben sich richtig Mühe gegeben die trockenen Themen aufzulockern und die jeweiligen Gruppen-Tische ganz süß zu schmücken. Ich ärgere mich immer noch, dass ich meinen Fotoapparat zuhause vergessen habe. Abends ging die ganze Gruppe, ich schätze mal dass wir so um die 30 Mann waren, sehr, sehr lecker italienisch essen. Ich bin mit ein paar Anderen gegen 23 Uhr zurück zum Hotel gelaufen, aber unsere 2 Manager haben mal wieder Stamina bewiesen und waren noch mit dem harten Kern bis um 2 Uhr morgens in einer Bar.
Am Ende des 2. Tages wurden die Gewinner der Spiele und Quize ausgerufen und wer hat gewonnen? Natürlich Team Jaundice! Hurra! Jeder von uns hat eine gute Flasche Wein bekommen.
Donnerstag Abend sind die meisten wieder heim geflogen aber ich bin, zusammen mir ein paar anderen, in Melbourne geblieben da ich Freitag noch einen Termin hatte. War mit meiner Kollegin noch ein bisschen bummeln, denn in Melbourne kann man fantastisch einkaufen und abends bin ich dann mit 2 Kollegen japanisch essen gegangen. Wow! Einer der Kollegen wohnt auch hier in Mona Vale und ist bekennender Einrad-Fahrer… und ein sehr interessanter Typ, denn er passt nicht so richtig in diese Businesswelt, wo jeder nur eine Schablone aufgelegt bekommt und sich anpassen muss, aber Amgen lässt ihn gewähren, denn er ist einer unserer Nephrologie-Spezialisten und kann fantastisch mit den schwierigsten Ärzten umgehen.)
Freitag Abend auf dem Rückflug- ich hatte einen schönen Frühen gebucht, damit ich gegen 16 Uhr zuhause bin- ist noch vor dem Start ein Typ mit irgendeinem Anfall aus dem Sitz gekippt und ich war dann doch erst um kurz nach 7 zuhause. Somphot kam ein bisschen später und als wir den Fernseher einschalteten kam „Und dann kam Polly!“- zum dritten Mal seit wir hier in Australien sind (Janice merkt an, dass sie ihn auch zum 3. Mal komplett geguckt hat). Clueless kam auch schon so oft. Mann, mann, mann! Wir haben hier nur 3 Programme, auf denen am Wochenende Spielfilme laufen und dann wiederholen die alles so oft. Verblüffend. Vielleicht hat Australien nur eine begrenzte Zahl Filme zur Verfügung, oder alle Australier machen das so wie Sompi und ich und holen uns am Wochenende eine Hand voll Filme in der Videothek und gucken die über die Woche verteilt.

Wetter ist übrigens so lálá: schwül, dunkel und wolkenverhangen aber es regnet nicht. Ah, doch. Gerade hats angefangen und gedonnert hat es auch schon.

Samstag, 2. Februar 2008

Die Etuikleider

Heute Morgen um 9 waren Janice und ich schon im Meer und haben dort ein bisschen gegen die Wellen gekämpft, die uns patout nicht raus aufs Meer lassen wollten und uns immer wieder am Strand ausgespuckt haben. Grrr! Aber wir haben hier im Mona Vale auch einen Meerwasserpool und so haben wir dort ein paar Bahnen geschwommen und die Sport-Ration für heute abgeharkt.
Wir sind danach in die Warringah Mall gefahren um ein Silberputztuch für Janni zu kaufen (Mama, die weiss wie groß die Mall ist, hat sich am Telefon gerade voll kaputt gelacht und den Vorwand direkt durchschaut...diese Mütter merken aber auch alles!). Das Silberputztuch haben wir aber wirklich gekauft- allerdings erst um 18 Uhr abends, denn Janice war vorher beim Friseur, dann haben wir Japanisch gegessen und haben in verschiedenen Geschäften sehr schöne Klamotten (hauptsächlich Röcke, denn ich suchte ein paar fürs Büro) anprobiert. Ich habe ein tolles Etuikleid gefunden- Janice hat das gleiche anprobiert. Daher stammen auch die Bilder.

Montag, 28. Januar 2008

Kino: Sweeney Todd

Gestern war ein schöner sonniger Tag und wir 4 haben uns am frühen Nachmittag im Meer getroffen. Das Meer war klar und türkis (und zunächst ziemlich kalt); die Wellen waren nicht schlecht und ziemlich hoch, so hoch, dass Janice und ich ein paar Versuche abgebrochen haben, denn wenn man vom Wellenkamm plötzlich 2,5 - 3 Meter runterguckt überlegt man sich schon mal, ob man sich gerne von dem Brecher ungespitzt in den Sand rammen lässt. Sompi und Sascha haben einige gute Wellen erwischt und sind kurz nach Janice und mir aus dem Wasser gekommen, denn beide hatten Riesen-Hunger und deshalb keine Kraft mehr. Ich war ganz überrascht, dass wir 3 Stunden im Wasser waren. Die Zeit ging rum wie im Flug.
Abends sind Janice und ich ins Kino gegangen und haben Sweeney Todd geguckt. Ich war schon ganz scharf drauf, denn es ist ein Tim Burton- Film und der gute Tim macht ja immer so schön abgefahrene Sachen (mein Lieblingsfilm von Tim Burton: The Nightmare Before Christmas). Dass Johnny Depp und Helena Bonham-Carter die Hautrollen spielen ist natürlich noch das Sahnehäubchen obendrauf. Und es ist ein Musical- auch klasse!
Johnny Depp spielt Sweeney Todd, einen Barbier, der nach London zurückkommt um sich nach 15 Jahren am Richter zu rächen, der ihn zu Unrecht verhaften und irgendwo in ein Arbeitslager stecken ließ, damit er Johnnys schöne Frau und Tochter haben konnte.
Typisch Tim Burton ist der Film sehr, sehr düster gehalten, aber sehr liebevoll und amüsant gemacht. Die Charaktere sind klasse besetzt, besonders gut hat uns der feiste, aalglatte Assistent des Richters gefallen- Name fällt mir leider nicht ein, er hat aber die Rons Ratte bei Harry Potter gespielt. Die Schauspieler singen alle selber und man fühlt richtig mit und (nur als kurze Warnung): es fließt viel, viel Blut, denn Sweeney Tood ist ja Barbier und arbeitet mit wunderschönen silbernen Rasiermessern.
Toller Film! Wir waren beide ganz begeistert. Ich muss mal den Typ aus dem Surfshop (den wir im Kino getroffen haben und der für die nächste Vorstellung anstand) fragen, wie er ihn fand.

Sonntag, 27. Januar 2008

220.Australia Day und Besuch im Classic Throttle Shop

Gestern, Samstag, den 26.01., war hier einer der größten Feiertage: Der Australia Day. Und nicht nur irgendein Australia Day, nein! Es war der 220. Australia Day. Vor 220 Jahren ist die „First Fleet“ hier angekommen.
Die Australier sind sehr geil, denn da der Australia Day dieses Jahr auf einen Samstag fällt und so ein arbeitsfreier Tag verloren ginge, ist der freie Tag offiziell auf den kommenden Montag gelegt worden. Klasse! Langes Wochenende!
Sompi musste gestern arbeiten und Sascha war immer noch (seit Mittwoch) in Melbourne, denn sein Chef hat in dort hingeschickt um einen alten Ferrari sauber zu machen und den Motorinnenraum zu lackieren, und so haben Janice und ich uns alleine (Melli hatte auch keine Zeit) in Richtung Sydney City aufgemacht um uns ins Australia Day Getümmel zu stürzen. Letztes Jahr haben wir das ja verpasst, denn wir haben uns an der Gold Coast im Wet ‚n Wild Waterpark und im Sea World amüsiert.
Sascha und Somphot arbeiten ja in North Sydney und so sind Janice und ich mit dem Auto da hin gefahren um dort zu parken und dann zu Fuß über die Habour Bridge zu laufen.
Ich habe den Classic Throttle Shop noch nie gesehen und habe nur immer Berichte von Somphot gehört (wie die Renovierungsarbeiten laufen und wie toll es nun aussieht), also war ich tierisch gespannt mal zu sehen wo Sascha und Sompi so arbeiten… es ist atemberaubend! In mehreren Hallen- teils auf dunklem, poliertem Holzboden- stehen wunderschöne alte und seltene glänzende Autos. An einer Wand hängt ein tolles 20-Meter- langes Schwarzweißposter von einem berühmten Rennfahrer (soooo berühmt, dass mir der Name nicht einfällt…ähäm) in einem alten Ferrari. Der Laden ist so schön! Muss toll sein, dort zu arbeiten.
Janice und ich haben uns also aufgemacht und sind beim schönsten Wetter über die Brücke geschlendert und haben uns unter die Feiernden gemischt. Fast jeder hatte Fähnchen oder Kappen (oder T-Shirts, Socken usw) mit der Australischen Flagge drauf an oder eine große Flagge umgehängt und kleine Aufklebetattoos im Gesicht oder den Armen und so weiter. Schön. Was für eine tolle Atmosphäre, wenn so viele Menschen zusammen ihre Nation feiern. Janni und ich sind über Märkte geschlendert und haben was gegessen. An jeder Ecke waren Bühnen aufgebaut, wo verschiedene Bands spielten, im Hafen liefen tolle Schiffe ein und es gab eine Flugshow. Voll gut!
Auf dem Rückweg haben wir noch beim Shop vorbeigeschaut- die haben dort gerade Feierabend gemacht- und sind dann heimgefahren. Abends war Sompi noch ein bisschen surfen, Janice hat Sascha vom Flughafen abgeholt und ich bin kurz in den Pool gesprungen und habe dann angefangen zu grillen. Was für ein toller, entspannter Tag- er war so richtig australisch…“relaxed“.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Amgen Kick-Off Meeting an der Gold Coast

Nachdem ich Montag Morgen mit einem leichten Kater aufgewacht bin (zu viel Sekt zu Somphots Geburtstag am Sonntag) habe ich ein paar Klamotten in meinen Koffer gestopft und bin zum Flughafen gefahren, denn vor dort aus ist fast die gesamte Belegschaft meines Büros in Sydney an die Gold Coast in Queensland geflogen, wo unser jährliches Kick-off Meeting stattfinden sollte. Am Flughafen haben wir alle aus dem Melbourner Büro getroffen und im Hotel (sehr schönes Hotel: das Sheraton Mirage und Spa Resort- gegenüber vom Seaworld wo Janice, Sascha, Sompi und ich letztes Jahr etwa zur gleichen Zeit waren) sind wir auf die restliche Belegschaft aus Brisbane, Adelaide, Perth und Canberra gestossen. Wir haben ein klasse Mittagessen bekommen und haben dann eine Runde Vorträge angehört: was wir letztes Jahr zustande gebracht haben, was die groessten Hürden letztes Jahr waren, was wir für dieses Jahr planen und welche Asse wir im Aermel haben und so weiter. War ganz interessant. Danach hatten wir eine Stunde zum umziehen und dann startete das grosse Galadinner im Stil der 1920er. Mann, war das klasse: der Saal war schwarz/weiss dekoriert, es gab Pokertische, Black Jack, Roulette, jeder Mitarbeiter fand ein Geschenk von Amgen (einen Schlüsselanhänger von Tiffany's) und 1920er Accesoirs (einen schwarzen Hut für die Herren und eine lange weisse Plastikperlenkette und ein Stirnband mit Feder dran für die Damen) in seinem Zimmer und so haben alle zum 1920er Thema gepasst. Wir hatten eine Bigband und es wurde getanzt und gelacht. Klasse! Toller Abend! Ich hatte mir vorgenommen, am nächsten Morgen fit zu sein (Kater hatte ich ja schon diese Woche) und habe immer abwechselnd ein Glass Wasser und ein Glass Sekt getrunken. Hat geklappt. Gut so, denn am nächsten Tag hatten wir noch Team-bildende Aktiviäten geplant.
Am nächsten Morgen sind die meisten auch wieder aufgetaucht- nicht alle in der besten Verfassung- und wir haben unsere Teambildende Aktivitäten machen müssen. Eine war klasse: jeder hat ein quatratisches Puzzle-Teil mit Nummer drauf bekommen und dann mussten wir uns ordnen und die Teile über die Köpfe halten und dann kam ein Helikopter und hat Bilder gemacht. Klasse Idee. Doof allerdings für die ganzen Leute mit tierischem Kater, denn die Sonne hat runtergebrannt und wir standen eine ganze Zeit draussen rum. Um 13 Uhr wurden wir dann wieder alle zum Flughafen gebracht und um 19 Uhr war ich wieder zuhause. Es war schade, dass der Zeitplan so vollgepackt war, denn das Hotel hatte einen fantstischen Pool und war direkt am Meer und wir hatten nicht einmal Zeit auch nur kurz reinzuhopsen. Ah doch: einer meiner Kollegen hat das nachts besoffen im Smoking gemacht und sich voll die Hände und Unterarme aufgeschrappt weil das die Nichtschwimmerseite war... Der Typ hat es auf dem letzte Meeting geschafft seine Schuhe und seine SIM-Karte zu verlieren- das Handy hatte er am nächsten Morgen noch, nur die SIM-Karte war weg. Nicht schlecht.

Somphots Geburtstag am 20.01.

Somphot hatte am Sonntag, den 20.Januar Geburtstag und ich habe ihn so gegen halb 10 geweckt, damit er Kerzen auspusten, Geschenke auspacken und ich endlich ein Stück vom Geburtstagskuchen essen konnte.
Wir haben danach einen Grill gekauft, ihn hoch in die Wohnung geschleppt und ihn zusammengebaut (wenn man bedenkt wie IKEA-Möbel-untauglich ich bin, ging das sogar ganz gut). Der gute 3-burner BBQ steht jetzt auf dem Balkom und sieht sehr geil aus! Mein Kollege Karl meinte, Somphot wäre jetzt endlich ein richtiger Australischer Mann, denn ein richtiger Mann bräuchte nunmal ein cooles Auto, ein Surfbrett und, als wichtigstes Utensil, einen ordentlichen Grill. Somit hat Somphot im zarten Alter von 32 seine Männlichkeit erlangt. Ich kann da nur sagen: „Herzlichen Glueckwunsch!“
Nach der Grill-Aktion waren wir noch schnell im Surf-Shop, denn ich habe Somphot einen Gutschein für eine Sonnenbrille geschenkt und er hat sich sofort eine coole ausgesucht.Das Wetter spielte auch mit, denn der Regen der letzten Tage wurde Sonntag von Sonnenschein abgelöst. Klasse! Wir waren Nachmittags noch ein Bisschen surfen und abends haben wir zusammen mit Melli& Flo und Janni& Sascha den neuen BBQ eingeweiht. Janice hatte einen Maissalat dabei, Melli hatte Pudding mit Früchten gemacht, es war noch Kuchen da und es gab Steaks, Shrimps und Hühnerspiesschen.
Wir haben den ganzen Abend gemütlich mit Sekt und Bier auf dem Balkon gesessen und gequatscht. Herrlich!