Montag, 6. August 2018

Kreuzfahrt nach Neu Kaledonien

Am 10. Juni war es endlich soweit! Das Ereignis, auf das sich die ganze Bande schon ewig gefreut hatte (und für welches wir Roxy extra beigebracht haben, über ihr Alter zu lügen (weil der Kids Club ab 3 war)...sagen wir mal: sie hat Upgrade bekommen) war da: Unser Familienurlaub! Unsere Kreuzfahrt!
Ruby hatte ich für eine Woche aus der Schule genommen und bei Roxy war es eh egal, denn bezahlen müssen wir die Kita so oder so und so fuhren wir Montag morgen mit dem Bus nach Manly und dann mit der Faehre nach Circular Quay um dort unser Schiff zu boarden.
Wow! Was fuer ein Riesen Ding! Pacific Explorer hiess sie und war beeindruckend!
Ich hatte ein Viererzimmer mit Balkon gebucht und die kids durften oben im Bunkbed schlafen.


Auf dem Zimmer war ein Obstteller und eine Flasche Sekt zum Empfang und als wir unsere Koffer ausgepackt und verstaut hatten sind wir von unserem Deck 9 hoch ins Restaurant gegangen und haben am Buffet (und das war ein tolles Buffet!) etwas gegessen und dann oben auf dem Deck etwas getrunken und gewartet, bis das Schiff in der Abenddämmerung ablegte.

 Die ersten 2 Tag waren auf See und zum Glück hatte nur ich und nicht die Kids oder Somphot ein bisschen mit dem Seegang zu schaffen. Ging aber gut mit diesen Akkupressurbändern und Tabletten...und teurer Akupunktur auf dem Schiff.
Das Spa dort war hervorragend und ich habe dort die ein oder andere Stunde verbracht.
Es gab einen tollen Kids Club, wo besonders Roxy gerne hin ging und Ruby hat Schwimmhäute in einem der Pools bekommen.
Unser erster Stopp war in Noumea, der Hauptstadt Neu Kaledoniens. 
Wir hatten übrigens totales Glück mit unserer Kabine denn sie war auf der Seite des Schiffs, von der man den besseren Ausblick hatte. Uns haben Taenzer Begrüßt und Roxy rief: "Guck!! Da sind viele Moanas!"
In Noumea haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht und haben auf einem Kultur Festival Mittag gegessen (schön Französich) und haben Folklore Tänzern zugeguckt.

Am nächsten Morgen sind wir in Lifu angekommen, eine Insel, die sehr arm erschien, jedes (gammelige) Haus aber mindestens 2 brandneue Autos in Garten hatte- vorzüglich Peugeots oder Renaults...denn wir waren ja auf Französichem Gebiet. Scheinbar war das Haupteinkommen der Menschen dort Touristen Zoepfchen mit Plastikperlchen zu flechten, denn zurück auf dem Boot hatte ein Drittel der Gäste Zöpfe am Kopf; und ich sage gezielt 'am Kopf', denn ich habe auch eingeflochtene Bärte gesichtet. Wir waren dort an einem hübschen Strand und ich konnte ein wenig Schnorcheln. Ich musste nur ein paar Meter rausschwimmen um Korallen und bunte Fische zu sehen.


Am nächsten Morgen haben wir vor Mystery Island angelegt und dort war nur weisser Strand und Palmen und türkises Wasser. Wie auf einer Postkarte. Herrlich! 
Da Roxy den ganzen Urlaub wie eine Klette an mir hing und Ruby so geduldig war, ist Sompi mit Roxy früher aufs Schiff zurück und Ruby und ich haben noch Zeit zusammen im Paradies verbracht. 
Wir waren sogar mit einer geführten Tour in Plexiglas-Kajaks unterwegs um Korallen und Fische zu gucken. Leider war Niedrigwasser und ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen, die ein oder andere Koralle gerammt zu haben. Und gesichtete Fische: Null. War aber trotzdem eine schöne Miri-Ruby-Zeit. Nach Mystery Island hatte dann die hälfte aller Gäste Zöpfchen auf dem Kopf, zwischen denen schön die sonnenverbrannte Kopfhaut durch leuchtete. hihi.

Am nächsten Tag sollen wir in Marine Park in Mare anlegen, worauf ich mich besonders gefreut hatte, aber der Inselhäuptling war kurz zuvor gestorben und die Insel war, verständlicher Weise, für Touristen geschlossen. Statt dessen haben wir nochmal in Nouma angelegt. Wir sind an diesem Tag nicht von Bord gegangen und haben Zeit am Pool verbracht- ein richtig fauler Urlaubstag.
Dann ging es wieder auf den Rückweg: 2 Tage lang auf See. Und da sind wir in einen Sturm geraten. Die Kids und Sompi fanden es nicht schlimm, ich kam mit nicht so gut klar. Im Bett oder auf dem Balkon ging es, aber hoch ins Restaurant in der Spitze des Schiffes war ein no-go für mich. Zu wackelig. Ich habe von meiner Familie Brötchen mit Butter gebracht bekommen.
Hier ein Video vom Pool während der rauen See.

Trotz der nicht so angenehmen Rückreise, würden wir sofort wieder eine Kreuzfahrt machen! Es gab dort so viel zu tun, von dem wir nur Bruchteile in Anspruch genommen haben: Shows, Parties mit Themen wie 'Blanco', 'Back to school' und 'The great Gatsby', Discos, Konzerte, Kino, Fine Dining (wir waren fast immer beim Buffet...besonders dem Nachttisch-Buffet), Schnitzeljagden, Bingo, Kasino, etc. Ich fand ausserdem, dass es eine sehr angenehme Art zu reisen war, denn erstens war man gezwungen 2 Tage zu entspanne, bevor man am ersten Ziel ankam, zweitens musste man nur einmal auspacken, denn unser Hotel parkte ja jeden Tag wo anders, drittens war das Essen super und so viel Angebote für alle Altersklassen an Animation und ales war hervorragend organisiert. Der Urlaub hat uns wirklich gut getan.

Das letzte halbe Jahr in Schnelldurchgang

Januar 2018: Ruby wird 6 Jahre alt. 

Zu ihrem Geburtstag wollte Ruby in einem Playcenter names Cheeky Monkey feiern und da das für uns, ausser Kuchen backen, sonst keine Organisation bedeutete, haben wir das auch getan.
Ruby und Freunde haben erst wild gespielt, bis eine Meerjungfrau die Kids abholte, sie mit Pizza, Popcorn und Pommes fütterte und dann in eine Disco führte. Nachdem getanzt und gespielt wurde, gab es den Kuchen und die Feier war nach 2 Stunden vorbei. Ruby war sowas von happy. War toll zu sehen!


Sompi hat auch seinen Geburtstag im Januar gehabt, aber der ist weniger spektakulär gefeiert worden als Ruby's. 


Februar 2018: Ruby fängt in Year 1 in der Schule an. Hier in Australien werden jedes Jahr die Klassen neu zusammen gewürfelt und es gibt auch neue Klassenlehrer. Ich finde das total komisch denn in Kindergarten hat man Freundschaften geknüpft  und Bindungen hergestellt und dann wird  man wieder auseinander gezupft. Andererseits kann man so auch sicher gehen, dass man mit einem eventuellen Idioten im nächsten Jahr nichts mehr zu tun haben muss. Ruby ist jedenfalls zusammen mit ihrer Freundin Milla in die nächste Klasse gekommen und hat einen ganz tolle Lehrerin (Miss Long) bekommen. 
Mama war 3 Monate bei uns und hat sich in den grossen Sommerferien viel um Ruby gekümmert, was ich sehr zu schätzen wusste. Ende Februar ist sie leider wieder heim geflogen. Ich war an ihrem Abreisetag auf einem Meeting und habe es auf dem Rückweg tatsächlich noch geschafft, Mama am International Terminal zu finden und zu druecken.


Im Maerz und April ist nichts Nennenswertes passiert, ausser, dass ich mir ein Fahrrad gekauft habe und wir nun öfter kleiner Radtouren machen.

Mai 2018: Ein grosser Monat, denn ich hatte Geburtstag. Ein grosser Geburtstag. Ich habe einen tollen Kuchen von Sompi bekommen und ganz süße Karten und Geschenke von meinen Lieben (sogar einen Strauss Donuts von Janice per Kurier ins Büro. Ich war an diesen Tag ins Büro gegangen, weil meine Kollegin zu mir sagte: " Du backst für uns, Dein Team, immer- ich will an deinem Geburtstag für dich backen!" Und wow! Hatte ich einen tollen Geburtstagskuchen! 




Juni 2018: Familienurlaub! Lange ersehnt und sehr nötig. Das gibt's auch ausführlicher im nächsten Eintrag. 

Mittwoch, 17. Januar 2018

Roxy-Daddy Thailand Urlaub

Dieses Jahr war das Jahr der getrennten Urlaube.
Nachdem Ruby und ich aus Deutschland zurueck kamen, sind Somphot und Roxy in Juli nach Thailand aufgebrochen.
Somphot's Schwester + Familie und Somphot's Mama + Mann sind auch eingeflogen.
Somphot war es wichtig, seine Grosseltern zu sehen- besonders die beiden muetterlicher-seits, denn besonders bei seinem Opa hatte er das Gefuehl, dass er ihn bald besuchen muesse.
Mich gruselt es schon davor mit Roxy laenger als 1 Stunde im Auto zu fahren, aber da Sompi und Roxy ein super Team sind, gingen die 9 Stunden Flug schnell und unkompliziert rum: Fernsehen, essen, schlafen, fernsehen, essen...und schon gelandet.
Die beiden haben sich in Pataya in einem gemuetlichen Hotel eingenistet und dort dann Somphot's Familie getroffen.
Roxy hat ihren 2. Geburtstag in Thailand in einem Wasserpark gefeiert. Ruby und ich hatten einen kleinen Kuchen gebacken und via Facetime Happy Birthday gesungen.
Somphot hat erzaehlt, dass Roxy scheinbar kein Heiss-Wetter-Tier ist, den die Hitze fand sie ziemlich antrengend und hat 2 mal am Tag geschlafen und sich den Rest der Zeit rumtragen lassen; zum Glueck fand sie ihren Onkel Maik klasse und er durfte auch den Packesel spielen.
Roxy erzaehlt viel von ihrer grossen Cousine Laura- die hat Eindruck hinterlassen.
Der Besuch bei Oma und Opa in der Nord-Oestlichen Provinz war schoen, und die Verwandten dort haben sich wahnsinnig gefreut, ihre Deutsch/Australische Familie zu sehen.
Somphot meinte allerdings, dass da Schalfen auf einer duennen Matte auf dem Holzboden, nicht mehr so seins waere. Kann ich gut verstehen. Roxy hat es scheinbar nichts ausgemacht. 
Es war wunderbar, dass die Grosseltern Roxy kennenlernen und den Rest Familie sehen konnten, denn Somphots Opa ist vor kurzen verstorben.
Nach dem Trip in die Provinz, ging es nach Bangkok um Somphot's andere Haelfte der Familie zu besuchen (mit denen er aufgewachsen ist).
Die beiden hatten eine tolle Zeit und Roxy erzaehlt immernoch, dass sie mit Daddy in Thailand war und im grossen Flugzeug geflogen ist.


Sonntag, 18. Juni 2017

Ruby-Mami Deutschland Urlaub

Ruby und ich sitzen gerade in der Lotus Lounge der Vietnam Airlines in Ho Chin Minh City mit 13 Stunden Aufenthalt. Uuuurg!
Wir 2 waren 10 Tage zusammen in Deutschland und haben bei Granny gewohnt.
Ich hatte mich Montags dazu entschieden Dienstags zu fliegen, damit wir Mittwoch da waren um an der Beerdigung meines Opas am Donnerstag teilzunehmen.
Mein Opa wurde in einem Gedaechtnis-Wald unter einer Buche begesetzt und so traurig das auch war, es war zugleich eine schoene Beerdigung. Die Sonne schien durch die Blaetter im Laubdach des Waldes, wilde Blumen bluehten und die Voegel sangen. Genau das Passende fuer meinen tollen Opa.

Ruby musste vom Direktor ihrer Schule freigestellt werden und ihr Australischer Pass war auch abgelaufen. Zum Glueck hat sie auch noch den Deutschen, und so konnten wir uns gut durch-wursteln.  Weil das alles ein bisschen kurzfristig war, war der Flug mit Vietnam Airlines der preiswerteste- allerdings mit langem layovers. Ich waere zwar liebend gerne hier in Ho Chi Minh City aus dem Flughafen raus und ein bisschen rumbummeln gegangen, aber da sie kein Visum fuer Australien im Deutschen Pass hat und wir damit reisen, war mir das zu heikel. Heute ist Sonntag und man koennte nicht mal im Konsulat anrufen. So hangen wir mit iPad, Spielen, Futter in der Lounge rum. Vielleicht gehen wir noch zur Massage- ist auch wieder ein Stuendchen.
Der Urlaub war toll fuer Ruby, den dieses Mal hat sie ja alles bewusst mitbekommen: schon auf dem Weg vom Flughafen nach Rockeskyll sagte sie: "Es ist alles so gruen und hier ist so viel Platz!"; und als wir bei meiner Mama auf den Hof fuhren war sie hin und weg wie gross mein Elternhaus (im vergleich zu unserer 2-Zimmerwohnung in Sydney) war und wie gross der Garten mit dem Teich. Sie hat sich sofort auf Erkundungsreise begeben.
Bei meiner Mama wohnt auch ab und zu ein Kater, Tony- Ruby hatte nach einem Tag das Mistrauen ueberwunden und es sehr genosses ihn um sich zu haben.

Wir waren an einem Samstag zusammen mit meinem Papa und meiner Schwester (Tante-) Imke, Cousin Finn, Imke's Freund Joern mit Tochter Lilly auf der Kasselburg, Greifvoegel, Woelfe, Wildschweine, Rehe gucken und sind den Burgturm hochgestiegen. Eine echte Ritterburg!! Leider war die Prinzessin gerade nicht da. :)
Wir haben auch Sompi's Mama, Oma Oy, besucht und haben bei Somphot's Schwester + Familie gegrillt.

Ruby hat ja eine tolle grosse Cousine, Laura, der wir in meinem alten Reitstall in Essingen beim Reiten zugeguckt haben.
Es war sogar noch ein Pferd da, dass ich kannte: Graf, 31 Jahre alt.
In Gerolstein am Rathaus ist ein neuer Spielplatz mit vielen Moeglichkeiten mit Wasser zu spielen und an der Kyll rumzuhopsen und Ruby hat das sehr genossen. Wenn wir zuhause ankommen gibt es Cold Turkey fuer Zucker. Boah, haben wir viel (Spagehtti-)Eis gegessen. An einem Tag sogar 3x. :)
Ruby war sowas von lieb und ausgeglichen, es war herrlich.
Sompi und Roxy haben sich eine tolle Daddy-Tochter-Zeit gemacht und Sompi behauptet, dass Roxy alle Naechte durchgeschlafen hat und morgens sogar lange geschlafen!
Ruby und ich freuen uns schon total auf die Beiden. 

Donnerstag, 2. Februar 2017

Miri's Einschulung

Und hier, weil es so schön ist, ein Foto von meiner Einschulung- 1984.


Rubys Einschulung

Heute war Ruby’s erster Schultag!
Die großen Sommerferien hier in New South Wales sind zu Ende und die Schule ging für fast alla am Montag wieder los.
Die ganz Neuen, also Ruby und Konsorten, hatten Anfang der Woche einen Termin mit ihrem Lehrer, zum Gespräch und zum Kennenlernen und gestern Nachmittag war ‚Meet your Buddy Picknick’, wo alle neuen Schüler ihren Buddy aus dem 4. Schuljahr kennen lernten.
Es tolles Konzept, denn so hat jedes Kind einen festen Ansprechpartner.
Hier in Australien fangen die Kinder mit 5 in der Schule an. Ruby fängt im sogenannten Kindergarten an. Das ist wie eine Vorschulklasse auf dem Schul-Campus. Hier lernen die Kids auch schon Lesen, Rechnen, Schreiben, etc. Im nächsten Jahr kommt sie ins 1. Schuljahr.
Die Grundschule hier geht bis zur 6. Klasse.
Ruby’s Schule, die Mona Vale Public School, ist eine grosse Schule; es wurden heute ungefähr 120 Kinder eingeschult.
Da Ruby ein bisschen zurück haltend und schüchtern ist, und ihre besten Freunde entweder weggezogen sind oder auf andere Schulen in der Umgebung gehen, hatte ich mir doch schon Sorgen gemacht, dass ihre ersten Erlebnisse in der Schule vielleicht nicht so super sein könnten und sie dann die Schule, wo sie ja die nächsten 13 Jahre hingehen soll und dann idealer Weise noch studieren, nicht mögen würde.
Das Gefühl ist aber gestern schlagartig verflogen als wir zu unserem ‚Triff deinen Lehrer’- Termin gingen und eine Freundin von Ruby, die gerade aus einem halben Jahr Urlaub in Deutschland zurück ist, aus dem gleichen Klassenraum kam.

Der Lehrer, Mr. Gadd, war ihr auf Anhieb sympathisch und sie ging, ohne zu zögern, mit ihm mit in den Klassenraum zu deren 1:1 Gespräch, während ich draußen warten musste.

Nachmittags war dann das ‚Triff denen Buddy’- Picknick (wieder keinen Eltern erlaubt) und dort traf Ruby dann auf ihre Gang aus dem ehemaligen Kindergarten, die ebenfalls in ihrer Klasse in der Schule sind.
Heute Morgen konnte sie es kaum erwarten in ihre Schuluniform zu steigen und zur Schule zu fahren. Mama und ich hatten eine Schultüte gebastelt und Ruby war ganz hin und weg.
An der Schule angekommen, hat Ruby sofort ihre Freunde gesehen und war entspannt.
Der Lehrer hat dann alle Kids aufgefordert, sich in 2 Reihen: 10 Mädchen, 10 Jungs, aufzustellen und dann sind die süßen kleinen Schulkinder in ihren Klassenraum marschiert. In der Aula gab es dann, für alle Eltern- insbesondere die aufgelösten Mütter- ‚Tea and Tissues’ (Tee und Taschentücher).